Dienstag, 13. November 2012

Noch mehr Geschriebenes von mir (:

Ihr könnt mal wieder etwas von mir lesen. Und zwar das erste Kapitel meiner Geschichte. Für alle, die den Prolog dazu noch nicht gelesen haben- HIER  könnt ihr ihn noch einmal lesen. Hier kommt also das "erste" Kapitel, obwohl ich mir gar nicht sicher bin, ob ich noch weiterschreibe. Aber ich schaue einfach mal (:



*falls euch die Perspektive merkwürdig erscheint- nicht wundern. Ich habe es extra ein bisschen "komplizierter" gemacht- aber nicht um euch zu ärgern ;)*


Kapitel 1

- Ich -


 Es war später Nachmittag und die Sonne schien um ersten Mal seit Wochen wieder. Ihre schwachen, aber doch warmen Strahlen prickelten auf ihrer Haut und gaben ihr das seit langem vermisste Frühlingsgefühl. Sie genoss es, durch die Straßen zu spazieren und kleinen Kindern auf dem Spielplatz beim herumtollen und Spielen zu beobachten. Sie sah Frau Marsauer, die ein wenig nervige Nachbarin, sich um ihre geliebten Blumen kümmern und ihren Mann faul auf der Terrasse Zeitung lesen. Am Dorfplatz bog sie rechts ab, aus dem kleinen ruhigen Örtchen in Richtung Wald und Felder. Es war ein wundervoller Anblick, hier hatte ich in meinen schwierigen Phasen Zuflucht gefunden. Wie eine Elfe lief sie direkt mitten durch das Kornfeld von Bauer Mersmann, auch wenn der nur ihretwegen eine Menge Schilder aufgestellt hatten- sein Maisfeld hatte sie genauso zerstört wie jetzt das Weizenfeld. Doch das war ihr egal, er würde sie sowieso nicht erwischen, mich hatte er auch nie gekriegt. Endlich erreichte sie den Waldsaum und ein paar Bäume später konnte ich auch schon das Baumhaus sehen- eine Zusammenwürfelung von unterschiedlichsten Holzresten, die wir Lars Vater verdanken konnten. Das für einen Fremden vielleicht merkwürdig aussehende „Häuschen“ thronte in einer riesige alten Buche, jedoch nicht wirklich hoch. Die unter der starken Witterung leidende Strickleiter hing trostlos auf dem Boden und schaukelte leicht in der frischen Brise, die nun wehte und ihr das Haar zersauselte. Erste eine, dann die nächste- langsam kletterte sie an den Sprossen der Strickleiter hinauf, Sprosse 5 überspringen, die ist nämlich echt morsch- und schon ist sie oben.

„Lia...“ Finns warme Stimme empfing sie. Er schloss sie in seine Arme und flüsterte in ihr Ohr: “Ich hab dich vermisst...“. Sie hatten sich lange nicht mehr gesehen, erst war er bei einem kurzen Austausch in Frankreich gewesen, dann ging es für sie nach Berlin. „Ich dich auch“ hauchte sie zurück. Umso größer war jetzt natürlich die Freude. Ich glaube, wären nicht nach 10 Minuten Ina und Lars erschienen, hätten die beiden sich noch den ganzen Tag so in den Armen gelegen.  „Na ihr zwei, sollen wir lieber wieder gehen?“ riss eine fröhliche Stimme sie aus ihren Gedanken, „Hey Lars, originelle Begrüßung!!!“  Er schenkt Lia ein Lächeln und ließ sich auf dem einzigen Stuhl den es hier oben gab nieder. Ina und Lia umarmten sich freundschaftlich und nahmen auf dem Boden gleich neben Lars Platz. „Also, “ begann sie, doch bereits hier fiel Finn mir ins Wort. Das tat er immer, er lebte praktisch dafür, Lia zu unterbrechen.  „Lia, wenn du jetzt schon wieder mit deinen albernen Freizeitgestaltungsplänen anfängst, dann“, diesmal unterbrach sie ihn: „Was dann? Willst du mir Hausverbot im Baumhaus geben?“. Ina grinste sie an. „Na ja, “ und als wenn wir eine Gruppe wären, die sich nur trifft um anderen in Wort zu fallen, sagte Lars schnell: „Könnt ihr nicht einfach mal aufhören? Ina und ich haben uns auf dem Weg hierhin überlegt, wir könnte ja mal wieder nach Lüneburg fahren.“  Lüneburg, das war die nächstgelegen, große Stadt. Sie ist aber genau wie Mersenbruck, unser Einhundert-Einwohner Kaff, recht unbekannt. Obwohl es falsch wäre "unsers" zu sagen. Meines war es schon lange nicht mehr. Doch ich denke Hamburg kennt jeder und auch die Lüneburger Heide sagt bestimmt manchen etwas.
„Ich finde, man sollte das schöne Wetter ausnutzen. Heute können wir ja hier und draußen einfach nur rumhängen. Morgen früh geht’s dann um 8:37 mit dem Zug nach Lüneburg. Was haltet ihr so davon?“ warf ich in die Runde. „8:37? Du tickst wohl nicht mehr richtig!!!“ Jetzt hatte Lia doch wirklich vergessen, dass ihre beste Freundin Langschläferin war. Das Gefühl, Lia für immer als beste Freundin verloren zu haben lastete schwer auf mir. Was aber nicht an Lia lag- es lag an der Art, wie wir voneinander getrennt worden waren. In Gedanken daran könnte ich immer noch heulen. Aber ich denke, das war der einzige Weg, bei dem nicht noch mehr passiert wäre. „Also fahren wir für Ina um 9:37?“ fragte Lars. Ich merkte ihr an, das auch das ihr nicht recht war und sie widersprechen wollte, aber zum Glück hielt sie den Mund. „Ok, danke Leute. Also um 8:35 am Bahnhof? Dann sind wir früh genug da, es gibt ja nur ein Gleis. Verlaufen ist ja auch sowieso kein Thema bei uns...“ Sie dachten, genau wie ich, an letzten Sommer und brachen alle in großes Gelächter aus- wir hatten uns in unserem kleinen Dorf verlaufen, und da waren wir keine kleinen Kinder mehr gewesen. Wir waren damals alle schon 13, Lars sogar 14.  Nachdem sich alle erholt hatten,
gingen die vier hinunter, denn aus spätem Nachmittag war mittlerweile Abend geworden, und obwohl sie schon alt genug waren, durften sie sich uns ab 6 Uhr nicht mehr  im Wald aufhalten- ein Kompromiss auf den sie sich eingelassen hatten, seit vor einem Jahr ein Mädchen im Wald verschwunden und tot wiedergefunden wurde. Am Dorfplatz verabschiedeten Ina und ich uns von den Jungen. Kaum waren sie außer Sichtweite fing Ina auch schon an: „Ehm Lia...“ „Ja Ina?“ „Also ich glaube“ sagte sie zögernd „Ich glaube das ich...“ Das konnte ja lustig werden. Wenn sie mir irgendetwas so sagen will, ist das eigentlich immer etwas Schlechtes. „Raus mit der Sprache! Sag doch einfach was los ist.“ Redete Ina auf sie ein. „Ich glaube das habe ich mir nur eingebildet“  sagte sie mit einer leichten Unsicherheit in der Stimme.
„Na ja, ist ja nicht schlimm. Ich muss jetzt, bis morgen dann!“ sagte ihre Freundin erleichtert. Anscheinend war nichts wirklich Beunruhigendes passiert, Ina hatte wohl einfach einen Schatten falsch interpretiert. „Mach`s gut! Ich freu mich auf Morgen!“ rief sie fröhlich. „Ich mich auch!“  war meine Antwort. Dann verschwand sie in der Tür.



Ich  finde diesen Text leider nicht so gelungen wie meinen Ersten. Doch leider weiß ich nicht warum... Wisst ihr wieso? (:

Außerdem habe ich den Text mit Fotos von mir etwas "aufgepeppt". Findet ihr das gut? Oder sollte ich das beim nächsten Mal- falls ihr überhaupt ein nächstes Mal wollt- lassen?

Bitte um Kritik!!!
Lena ♥

Kommentare:

  1. Ich kann jetzt nicht wirklich etwas dazu sagen,weil die Geschichte gerade erst beginnt und jeder Anfang meist spannungslos ist.
    Das mit den Fotos finde ich nervig,weil sie von dem Text ablenken.
    Vielleicht schreibst du mal ganz viel und veröffentlichst sie an einem Stück,weil es jetzt relativ kurz ist.
    "Mach`s gut" Dieses "`" gibt es im deutschen auch nicht.

    Das klingt jetzt vielleicht negativ,aber der Text ist nicht schlecht und auch nichts atemberaubend.

    Ich hoffe ich konnte dir gute Kritik geben ;)

    LG May

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    1. Klar, jede Meinung ist Kritik :)
      Bei diesem ` war ich auch skeptisch, aber word hat mir das so vorgeschlagen... Da dachte ich es wär vielleicht richtig.

      Ich wollte nur nicht so viel schreiben, weil ich finde, das ist dann so ein mächtiger Text für euch... Aber wenn das anders ist kommt beim nächsten Mal mehr!

      Und dann merke ich mir: keine Fotos. Ich wollte den text auflockern, damit das nicht si viel Text auf einmal ist aber wenns das nicht ist, noch besser :D

      Alles Liebe
      Lena

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    2. Ich bau mich hier jetzt mal ein, haha ;)

      Dieses Apostroph "´" oder "'" gibt es im Deutschen sehr wohl, nur nicht so, wie es im Englischen eingesetzt wird. Es heißt zB nicht May's Schuhe oder Lena's Kleid, sondern Mays Schuhe und Lenas Kleid. Genausowenig kann man das für den Plural verwenden, wofür mir aber grade kein Beispiel einfällt :D
      Wofür man aber ein Apostroph einsetzen muss, ist, wenn ein Buchstabe ausgelassen wird. Die Lena hat mit ihrem "mach's gut" also alles richtig gemacht, weil es eine Abkürzung für "mach es" steht, genausowie geh'n und gehen. Und es heißt auch nicht auf's Dach oder in's Häuschen, sondern aufs Dach und ins Häuschen - weil es ja auf/in DAS heißt und so ...
      Ich lasse hier zwar mega den Streber raushängen, aber ich muss dich doch verteidigen, Lena! xD

      Und ich finde auch, dass du das mit der Länge gut gemacht hast. Ich persönlich lese solche Geschichten nämlich auch lieber in kleinen Häppchen als in riesigen Texten ;)

      Die Fotos finde ich nicht direkt nervig, Bilder können durchaus zur Atmosphäre eines Textes passen. Du brauchst sie nicht ganz weglassen, aber vielleicht beschränkst du dich auf ein passendes Foto am Anfang oder Ende des Posts :)

      Ich schreibe selbst auch manchmal Geschichten - nein, das ist eigentlich ein falscher Ausdruck. Ich bin immer hoch motiviert, eine Geschichte zu schreiben, aber nach einer halben Seite landet das alles im Mülleimer. Ich stimme den beiden anderen also zu dass jeder Anfang ziemlich spannungslos ist.

      Ich lass hier ja mega die Wanna-be-Krikerin raushängen. Tja, jetzt war die böse böse Sandra auch bei dir :D
      Alles Liebe!

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    3. Also ICH hab schon einmal gar nichts richtig gemacht, wenn dann war´s (richtig?? :D) WORD :D Aber trotzdem danke für deine Verteidigung, ich hab heute definitiv einiges gelernt (;

      Und okay, merk ich mir.

      Ach, das muss doch nicht sofort weggeschmissen werden, so schlimm kann es ja nicht sein (: Solangsam kriege ich glaube ich auch die Kurve, zumindest ist sie schon in Sicht (;

      Und sie kann gerne wiederkommen, Kritik ist immer willkommen!!! (:

      Liebste Grüße
      Lena (:

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  2. Ich würde an deiner Stelle nicht gleich aufgeben. Habe bei meiner Story (rd. 80 Seiten inzwischen) immer wieder Stellen, die nicht so flüssig sind. Manche Passagen schreiben sich dann aber wieder wie von selbst. Ich kann dir nur empfehlen, dich an einer Art "rotem Faden" langzuhangeln. Also das, worauf du in der Story hinaus möchtest, immer wieder dezent einfließen zu lassen. Das gibt dem ganzen einen Rahmen.
    Gruß
    Lia

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    1. Ich will auch soweit kommen :)
      Ok danke, ich glaube das könte echt helfen...
      Alles Liebe
      Lena (:

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  3. Aaalso: Sehr verwirrend! :D Aber interessant, vielleicht nicht atemberaubend und weniger gut als der Prolog. Meine Neugier wurde jedoch geweckt (gerade durch diese verwirrende Situation)!

    PS: Die Bilder passen nicht zum Inhalt, empfände ich jedoch Fotos als eine prima Idee!

    Liebe Grüße,
    Pie Rath.

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